Ägäisküste & südöstliches Hinterland – Wo Berge und Ägäis einander berühren
Wenn steile Berge ins tiefblaue Meer fallen und stille Buchten auf lebendige Strände treffen, entfaltet sich eine Landschaft voller Kontraste: raue Schluchten neben weiten Ebenen, duftende Feigenhaine zwischen fließenden Flüssen, Lichtspiele auf Wasser und Gestein.
Die Küste reicht von Kymi bis zu den Stränden von Agii Apostoli. Hier wechseln sich sanfte Ebenen, enge Täler, markante Gipfel und bewaldete Schluchten ab. Sonnenstrahlen tauchen die Bergspitzen in warmes Licht, und bei klarer Sicht breitet das Meer ein Kaleidoskop von Blautönen aus – ein Panorama, das Lust macht, die Region zu erkunden.
Küstenstrände und Badeparadiese
Die Strände spiegeln die Vielfalt der Landschaft wider. Mourteri erstreckt sich östlich der Flussmündung des Manikiotis und bietet Familien viel Platz zum Spielen und Entspannen. Korasida verführt mit ruhigen Buchten und kristallklarem Wasser, während die Doppelbucht von Kalamos mit ihrem markanten Felsentor ein spektakuläres Fotomotiv bildet – zwei Strände, die zusammen ein einzigartiges Panorama schaffen. Agii Apostoli präsentiert sich als charmante Mischung aus Ferienort und ruhigem Rückzugsort: Sandstrände, Hafenmole und kleine Badeplätze fügen sich harmonisch in die Küste ein. Überall mischen sich der Duft von Pinien und Meer, das Glitzern der Wellen und das Spiel der Sonne zu einer lebendigen, mediterranen Atmosphäre.
Hinterland, Flüsse und Feigenparadiese
Der Manikiotis beginnt seinen Lauf oberhalb des Dörfchens Manikia in schmalen, schluchtartigen Passagen. Zwischen steilen Felsen und dichten Wäldern windet sich der Fluss durch das Bergland, begleitet von Licht- und Schattenspielen auf Wasser und Gestein. Unterhalb von Manikia stürzt ein 25 Meter hoher Wasserfall in die Tiefe – besonders während der regenreichen Jahreszeiten ein imposantes Schauspiel, eingebettet in das raue, wilde Flair der Schlucht.
Dann endet die Schlucht abrupt: Die Hänge weichen zurück, und das Tal öffnet sich zu einer weiten, fruchtbaren Ebene. In einem Seitental entspringen die wasserreichen Kolethra Springs, deren Wasser schließlich in den Manikiotis mündet. Zwischen Feldern und fruchtbaren Böden prägen Feigenhaine mit ihren leuchtend violetten Früchten das Landschaftsbild. Der Duft von reifen Feigen, Kräutern und frischem Gras mischt sich mit dem leisen Rauschen von Fluss und Quellen – ein harmonisches Zusammenspiel von Wasser, Boden und Kultur.
Outdoor & Abenteuer
Die Region bietet unzählige Möglichkeiten für aktive Besucher. Kletterer finden über hundert Routen an den steilen Felsen des Manikiotis-Tals, Wanderer folgen alten Pfaden durch stille Schluchten und hin zu Panoramablicken über Küste und Hinterland. Ob Baden, Wandern, Klettern oder einfach Natur genießen – hier verschmilzt Abenteuer mit entspannter Gelassenheit.
Kultur, Tradition und Geschichte
Zeugen vergangener Zeiten begegnen überall: venezianische Türme wie der von Avlonari, Klöster wie Agiou Charalampous Lefkon und historische Siedlungen erzählen von der bewegten Geschichte der Region. Besonders lebendig wird Kultur während des Bazars von Avlonari im Oktober, wenn Marktstände, Musik und lokale Spezialitäten das Dorf erfüllen und die Tradition spürbar machen.
Markante Landschaften
Die Region lebt von Kontrasten: weite Ebenen wechseln mit Gebirgskämmen, schroffe Felsen stehen neben grünen Tälern, klares Wasser trifft auf die sanfte Weite der Ägäis. Der markante Gipfel des ehemaligen Vulkans Oxylithos setzt einen dramatischen Akzent im Panorama, und überall spürt man die Vielfalt, Intensität und Ursprünglichkeit dieses Küsten- und Berglands.
Dass der Manikiotis in Teilen ganzjährig Wasser führt, zeigt sich auch in seinem stillen Reichtum: In seinen Becken lebt eine Süßwasserfischart, die nur in wenigen Gewässern Euböas vorkommt und auf dauerhaft wasserführende Abschnitte angewiesen ist.
