Nea Styra – Ein entspannter Ferienort zwischen Meer, Fähre und griechischer Leichtigkeit

Ein erster Eindruck: Ein Ort, der vom Meer lebt

Nea Styra gehört – neben Karystos – zu den beiden touristischen Zentren im Süden Evias. Der Ort liegt unmittelbar am Meer und vermittelt sofort dieses leichte, sommerliche Gefühl, das den Süden von Evia ausmacht. Zugleich zieht er sich langgestreckt entlang des südlichen Golfes von Euripos und verbindet Küstenlage mit dem alltäglichen Rhythmus eines gewachsenen Dorfes.

Strand, Meer und Schatten unter Platanen

Südlich des Fähranlegers beginnt ein breiter Sandstrand, der sich gut für einen entspannten Badetag eignet.

In der Ortsmitte schließt der schmalere Stadtstrand an. Er bietet zwar kaum natürlichen Schatten, doch eine Reihe von Bäumen trennt ihn von der Promenade und den Tavernen – ein angenehmer Übergang zwischen Meer und Dorfleben. Wer etwas Komfort möchte, findet hier Liegen und Sonnenschirme zur Miete.

Wer mehr Weite sucht, wird nördlich im Strand von Kefala fündig, der meist etwas ruhiger ist und sich landschaftlich weiter öffnet.

Unter der Woche ist Nea Styra oft nahezu touristenfrei. Dann erlebt man den Ort im besten Sinne ursprünglich, bevor er sich an den Sommerwochenenden mit Leben füllt – vor allem durch die Besucher vom Festland.

Promenade und Abendleben – wo sich alles trifft

Die Promenade ist das Herz des Dorfes. In den Sommermonaten wird sie abends für Fahrzeuge gesperrt und verwandelt sich in eine lebendige Fußgängerzone. Tavernen, Cafés, Bars und Ouzerien reihen sich hier dicht an dicht, und man kann überall einkehren, ohne weite Wege zurückzulegen.

An warmen Nächten spielt sich hier das Leben ab – entspannt, gesellig und angenehm unverstellt.

Ein Ort mit Infrastruktur – und einer Verbindung ins Landesinnere

Nea Styra bietet für seine Größe alles Wichtige: kleine Hotels, Pensionen und viele Ferienwohnungen, mehrere Mini-Markets, Bäckereien und Geldautomaten.

Ein paar Kilometer landeinwärts liegt das Bergdorf Styra, dessen Name der Küstensiedlung ihren Ursprung gegeben hat. Ein kurzer Abstecher lohnt sich wegen der traditionellen Häuser und der stillen Atmosphäre.

Der Fährhafen – sommerliches Tor zum Festland

Nea Styra ist ein wichtiger Fährhafen Süd-Evias, auch wenn die Verbindung nach Agia Marina vor allem in den Sommermonaten regelmäßig verkehrt. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten und macht den Ort zu einem beliebten Ziel für Tagesausflügler aus Attika. Entsprechend lebhaft kann es an Wochenenden in der Hochsaison werden.

Kleine Entdeckungen rund um das Zentrum

Etwas oberhalb der Durchgangsstraße steht die Kirche Agioi Konstantinos und Elenis mit ihrem schönen Platz und einem guten Blick über die Bucht.

Zwischen Nea Styra und dem höher gelegenen Styra liegt ein Hügel mit den Resten einer alten Windmühle. Von dort öffnet sich ein weiter Blick über die vorgelagerten Inselchen und bis zum Festland – ein idealer Spot für Abendstimmung.

Weiter südlich befindet sich das große Hafenbecken, in dem bunte Fischerboote liegen und leise im Wasser schaukeln. Ein kurzer Spaziergang dorthin lohnt sich, um die ruhige Seite des Ortes zu erleben.

Das Potamaki – ein kleiner Naturplatz

Unweit des Hotels Venus Beach überquert eine Holzbrücke das Flüsschen Potamaki. Hier lassen sich Enten, kleine Fische und manchmal sogar Wasserschildkröten beobachten. Besonders zum Sonnenuntergang ist dieser Platz stimmungsvoll, wenn das Licht tief über das Wasser fällt.

Fazit

Nea Styra ist ein Ort, der ohne große Gesten überzeugt – mit seinem Meer, seinen kleinen Entdeckungen und einer sommerlichen Atmosphäre, in der man sich schnell zuhause fühlt. Gleichzeitig ist es ein idealer Ausgangspunkt, um den Süden von Evia in alle Richtungen zu erkunden. Für mich einer dieser Plätze, an denen man gerne länger bleibt, als ursprünglich geplant.