Amarynthos – Küstenstadt zwischen Meer und Bergen

Wer Evia von Chalkida Richtung Süden oder Osten durchquert, fährt fast automatisch durch Amarynthos. Auf den ersten Blick wirkt der Ort wie eine lebhafte Durchgangsstation. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein Küstenstädtchen mit vielfältigen Eindrücken.

Nur rund 10 Kilometer von Eretria entfernt liegen größere Hotels wie Miramare, Paradise Beach und das Zeus Eretria Resort an der Straße vor Amarynthos Im Ortskern decken Bäckereien, Pizzeria, Konditorei und Supermärkte den täglichen Bedarf.

Platia Amarynthos und Promenade

Das Herz von Amarynthos bildet die Platia und die angrenzende breite Promenade. Tavernen und Cafés haben ihre Tische auf der Meerseite der Hauptstraße aufgestellt. Palmen und Bäume spenden Schatten und erzeugen ein mediterranes Flair.

Von hier bietet sich ein klarer Blick über den Golf von Euripos. Ein Kaffee oder ein Glas Wein lässt sich hier gut genießen, während man Einheimische und Gäste beobachtet.

Küstenbereich

Östlich der Hafenpromenade beginnt ein Strand, der sich direkt vor den Häusern des Ortes erstreckt. Er eignet sich gut für ein kurzes Sonnenbad oder ein erfrischendes Bad im Meer. Auch im Bereich der Hotels vor dem Ort gibt es kleinere Badeplätze. Die Küste wirkt hier übersichtlich und angenehm.

Byzantinische Kirchen

Etwa einen Kilometer nach dem Ortsausgang Richtung Aliveri erhebt sich ein kleiner Hügel über der Küste. Auf diesem Hügel stehen die byzanthinischen Kirchen Entschlafung der Jungfrau Maria und Mariä Himmelfahrt, beide aus dem 12. Jahrhundert.

Von hier ist der Blick grandios: man sieht den Strand Gerani, die lange Küstenlinie und den Golf von Euripos bis hinüber zum Festland. Die exponierte Lage macht den Hügel zudem windig, was die Weite der Aussicht spürbar macht. Besonders zum Sonnenuntergang ist dies ein hervorragender Ort, um die Landschaft in Ruhe zu beobachten.

Olivenebene im Hinterland

Landeinwärts erstreckt sich eine weitläufige Ebene mit Olivenfeldern, die sich bis nach Gymno und Ano Vatheia zieht. Die offene, ruhige Landschaft bildet einen klaren Kontrast zur Küste und vermittelt einen guten Eindruck von der Struktur der Region.

Ano Vatheia und hinauf zum Kloster Agiou Nikolaou

Ano Vatheia liegt am Westhang des 718 Meter hohen Servouni. Von hier führt eine kurvige Straße hinauf zum Kloster Agiou Nikolaou.

Während der Auffahrt öffnen sich immer wieder Ausblicke: die Küste rückt in die Ferne, die Olivenfelder breiten sich zu beiden Seiten aus, und das bergige Inselinnere zeigt seine Struktur bis hin zum Dirfys, dem höchsten Berg der Insel.

Kloster Agiou Nikolaou

Das Kloster liegt auf 480 Metern Höhe. Der Innenhof ist grün, ruhig und schlicht gestaltet. Über dem Kloster stehen einige Windräder, deren leises Surren sich unauffällig in die Landschaft einfügt.

Von hier reicht der Blick weit über die Küstenebene bis zum Olymp mit seinen 1171 Metern. Das Kloster wirkt wie ein ruhiger Beobachtungspunkt zwischen Küste, Ebene und Bergwelt.

Gymno

Weiter im Landesinneren liegt Gymno, ein größeres Dorf mit mehreren sehr guten Tavernen. Dazu kommen die byzantinischen Kapellen Agios Georgios und Agios Andreas, auf die ein Wegweiser an der Straße nach Seta hiweist, sowie ein venezianischer Turm neben der Kirche Panagia Theotokou, die die historische Bedeutung der Gegend sichtbar machen.

Fazit

Amarynthos verbindet Küstenleben, weite Olivenebenen und bergige Dörfer zu einem Ort mit abwechslungsreicher Struktur. Wer Zeit für die Umgebung nimmt, entdeckt historische Spuren, klare Landschaftsbilder und aussichtsreiche Punkte. Der Ort lohnt sich sowohl als Ziel als auch als Ausgangspunkt für Erkundungen ins Inselinnere.