Eretria & Südwesteuböa – Wo Euböa langsam beginnt

Zwischen sanftem Golf, fruchtbaren Ebenen und den ersten Bergen Euböas entfaltet sich eine Landschaft, in der Alltag, Geschichte und Urlaub nahtlos ineinanderfließen.

Zwischen Golf, Ebenen und Bergland

Die Küste folgt dem südlichen Golf von Euböa in sanften Linien. Das Meer bleibt meist ruhig, fast geschützt, und spiegelt den Himmel in gedämpften Blautönen. Die Ufer sind offen, leicht zugänglich, der Horizont weit.

Landeinwärts öffnet sich eine breite Küstenebene. Olivenhaine und Felder prägen das Bild, dazwischen Dörfer, Wege und kleine Kapellen. Erst dahinter schließen sich die Berge: westlich der euböische Olymp, östlich das Kotylaio-Gebirge. Gemeinsam rahmen sie die Ebene hinter Eretria und Amarynthos ein und markieren den Übergang vom offenen Küstenraum ins Inselinnere. In diesem sanften Hinterland liegt Gymno, eingebettet zwischen Feldern und den ersten Hängen.


Eretria – das lebendige Zentrum

Eretria ist der klare Mittelpunkt der Region. Die Stadt lebt am Wasser: Promenaden, Tavernen, Cafés, Stimmen, Bewegung. Hier spielt sich der Alltag ab, hier kommen Besucher an, bleiben, kehren zurück.

Als bedeutendster Urlaubsort Euböas verfügt Eretria über ein breites Unterkunftsangebot – von kleinen Hotels bis zu größeren All-Inclusive-Resorts, die den Ort auch für internationalen Tourismus attraktiv machen. Trotz dieser Offenheit bewahrt Eretria eine gewisse Leichtigkeit: nichts wirkt überladen, nichts fremd. Geschichte, Alltag und Urlaub liegen hier erstaunlich nah beieinander.


Amarynthos – Küstenleben mit antiker Tiefe

Östlich von Eretria schließt sich Amarynthos an. Auch hier bestimmt das Meer den Rhythmus: Strände, Tavernen und größere Hotelanlagen prägen das heutige Bild des Ortes.

Unter dieser Gegenwart liegt jedoch eine tiefe historische Schicht. Nahe der heutigen Küstenstadt wurde das Heiligtum der Artemis Amarysia ausgegraben – eines der bedeutendsten religiösen Zentren des antiken Euböa. Moderne Küstenstadt und antikes Erbe liegen still übereinander und verleihen Amarynthos eine besondere Präsenz.


Hinterland – Alltag zwischen Feldern und Hängen

Abseits der Küste wird es ruhiger. Gymno liegt landeinwärts, eingebettet zwischen Feldern und den ersten Hängen. Olivenhaine und Äcker prägen das Landschaftsbild, kleine Straßen verbinden die Dörfer. Südwesteuböa zeigt sich hier bodenständig, offen und unaufgeregt – ein harmonischer Kontrast zur belebten Küste.

Direkt an der Küste liegt Lefkandi, ein Badeort mit jahrtausendealter Geschichte, der die Verbindung von Alltag und Historie besonders spürbar macht.


Aliveri – Kraft, Geschichte und Weite

Ganz im Süden des Küstenstreifens liegt Aliveri. Die Stadt ist bis heute ein industrielles Zentrum: Das Kraftwerk von Aliveri liefert einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung der Insel.

Über der Bucht, auf einem Höhenzug, thronen die Überreste des Rizokastro. Von hier öffnet sich der Blick über Meer, Küste und Ebenen – ein stiller Ort, der daran erinnert, dass dieser Abschnitt Euböas schon lange strategische Bedeutung hatte.


Nähe zum Festland – und doch Insel

Die Fährverbindung zwischen Eretria und Skala Oropou verbindet die Region direkt mit dem Raum Athen. Besonders im Sommer bringt sie Bewegung, Leben, Besucher.

Gleichzeitig bleibt alles nah: Küste, Ebenen, Berge. Südwesteuböa fühlt sich leicht an, überschaubar – und dennoch vielfältig. Ein Ort des Ankommens und Weiterziehens zugleich.


Für wen sich diese Region eignet

Eretria & Südwesteuböa ist ideal für alle, die Euböa ohne Umwege erleben möchten. Ruhige Strände, gute Erreichbarkeit und ein breites Unterkunftsangebot – von familienfreundlich bis resortorientiert – treffen auf Geschichte, Landschaft und echtes Inselleben.

Wer Euböa zum ersten Mal betritt, spürt hier schnell: Diese Insel muss man nicht erobern. Sie öffnet sich – Schritt für Schritt.