Lefkanti – Ein entspannter Küstenort mit tiefer Vergangenheit
Zwischen Chalkida und den Hügeln von Zentraleuböa
Lefkanti liegt nur rund elf Kilometer von Chalkida entfernt – nah genug, um jederzeit in die lebhafte Atmosphäre der Inselhauptstadt einzutauchen, und gleichzeitig weit genug, um am Meer die Ruhe eines kleinen Küstenortes zu genießen. Die Lage direkt an der Hauptverbindung in den Süden und Osten macht Lefkanti zu einem idealen Ausgangspunkt, um ganz Zentraleuböa unkompliziert zu erkunden.
Was ich an Lefkanti besonders schätze: Man übernachtet hier deutlich preiswerter als in Chalkida, und das Parken ist entspannt. Fast überall kann man sein Auto einfach vor dem Hotel abstellen – ein Detail, das den Aufenthalt überraschend stressfrei macht.
Der Strand – unkompliziert, weitläufig, angenehm unaufgeregt
Der lange, schmale Sand-Kies-Strand zieht sich parallel zur Promenade entlang und wirkt auf Anhieb sehr alltagstauglich. Keine überfüllten Liegenreihen, keine aufdringliche Musik, sondern einfach ein Stück Küste, das man so nutzt, wie man es gerade braucht: frühmorgens zum ersten Schwimmen, mittags für einen Kaffee in einer der Tavernen oder abends, wenn das Licht flach über die Bucht fällt.
Gerade diese Selbstverständlichkeit macht Lefkanti für mich so sympathisch. Man hat alles, was man braucht, ohne dass es einem aufgezwungen wird.
Geschichte im Vorbeigehen – zwischen Heroon und Xiropoli-Hügel
Lefkanti ist nicht nur ein Strandort. Wer sich ein wenig umschaut, stößt schnell auf Spuren einer bemerkenswert langen Siedlungsgeschichte. Unter einer schlichten Bedachung im Ort befinden sich die Überreste eines antiken Heroons – ein Hinweis darauf, dass Lefkanti weit mehr war als nur ein Fischerort.
Noch eindrücklicher wirkt jedoch der Xiropoli-Hügel direkt am Meer. Hier befanden sich Siedlungen und Bestattungsplätze mehrerer Epochen, und auch wenn das Gelände heute nicht immer zugänglich ist, spürt man beim Blick hinauf oder beim kurzen Spaziergang entlang der kleinen Bucht darunter, wie viel Vergangenheit in dieser Landschaft verborgen liegt. Die Bucht selbst dient zugleich als kleiner Hafen – und eignet sich wunderbar für ein ruhiges Bad mit Blick auf den Hügel.
Versorgung & Alltag – alles in Reichweite
Für den täglichen Bedarf gibt es in Lefkanti einen kleinen Supermarkt. Wer Größeres braucht, fährt einfach die zwei Kilometer nach Vasiliko, wo mehrere große Märkte zu finden sind. Insgesamt ist das Leben hier unkompliziert: kurze Wege, gute Infrastruktur und dennoch eine entspannte Grundstimmung.
Kleine Ausflüge – große Geschichte
Durch die zentrale Lage erreicht man in kurzer Zeit einige spannende Ziele:
- Die venezianischen Zwillingstürme von Mylaki, ein ungewöhnliches Doppelwehrturmpaar mit großartiger Aussicht.
- Die Burg von Fylla, die bis weit ins Tal blickt und an die wechselvolle Geschichte der Region erinnert.
- Und nicht zuletzt Chalkida selbst, das mit seinem Hafen, der Flaniermeile und den wechselnden Strömungen der Euripus-Brücke immer wieder fasziniert.
Lefkanti eignet sich perfekt, um diese Orte entspannt anzusteuern und abends wieder an einen ruhigen Strand zurückzukehren.
Mein persönliches Fazit
Lefkanti gehört für mich zu den Orten, die man leicht unterschätzt, wenn man nur darüber liest. Vor Ort entfaltet es seine Atmosphäre ganz von selbst: ein überschaubarer Küstenort mit viel Vergangenheit, praktischer Lage und einer Ruhe, die man nach einem langen Inseltag gerne wiederfindet. Genau deshalb komme ich immer wieder gern hierher.
