Rovies – Zwischen Olivenhainen und Meer
Etwa zehn Kilometer nördlich von Limni liegt Rovies, ein stilles Küstendorf am nördlichen Rand des Euböischen Golfs. Der Ort zieht sich entlang eines langen Kiesstrands, eingerahmt von Olivenhainen und den bewaldeten Hängen des Telethrio- und Kavalaris-Gebirges. Im Sommer kommen vor allem griechische Familien, doch selbst dann bleibt die Atmosphäre gelassen. Rovies ist einer jener Orte, an denen man ankommt und automatisch langsamer wird.
Ein Ort zwischen Grün und Blau – am Fuß des Telethrio und Kavalaris
Rovies liegt in einer weiten, von Olivenhainen durchzogenen Ebene, die sich sanft zu den Hängen des Telethrio- und Kavalaris-Gebirges erhebt. Das Dorf öffnet sich zum Meer hin, während hinter ihm das satte Grün der Pinien und Olivenbäume ansteigt. An manchen Stellen sind die Spuren der früheren Waldbrände noch sichtbar, doch das Leben kehrt zurück – leise, Blatt für Blatt. Wenn die Sonne am Abend hinter den Bergen jenseits des Euripischen Golfs versinkt, leuchtet das Meer in warmen Farben, und Rovies zeigt sich von seiner schönsten Seite: still, gelassen und ganz im eigenen Rhythmus.
Der Turm von Rovies
Mitten im Ort steht der venezianische Turm, ein massives Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das unter Wilhelm II. von Villehardouin errichtet wurde. Der Turm diente einst als Signalposten über den Golf, überstand Kriege, Erdbeben und Herrscherwechsel – ein stilles Zeugnis der langen Geschichte dieses Küstenorts. Zwischen jüngeren Gebäuden wirkt er heute fast unscheinbar, doch wer stehenbleibt, spürt seine Zeitlosigkeit.
Leben am Meer
Entlang des Strandes liegen einige Tavernen, Cafés und kleine Pensionen. Die Küche ist einfach und ehrlich – frischer Fisch, Fleisch vom Grill, dazu Olivenöl aus eigener Ernte. Wer hier sitzt, schaut aufs Wasser, hört die Wellen und spürt das unaufgeregte Tempo, das den Ort prägt.
Kleine Entdeckungen
Rovies ist kein Ort großer Sehenswürdigkeiten, sondern einer stiller Eindrücke. Spaziergänge führen entlang des Strands oder durch die Olivenhaine im Hinterland. Wer weiter hinaufsteigt, findet kleine Klöster und Wege, die in die Berge führen – ideal, um das ruhige, unverstellte Evia zu erleben.
Fazit
Rovies steht für das leise, ursprüngliche Griechenland. Es bietet keine Sensationen, sondern Einfachheit – Meer, Berge, Oliven und Zeit.
Wenn abends die Sonne hinter den Bergen verschwindet, versteht man, warum man hier nicht viel tun muss, um zu bleiben.
